Ablauf einer Trainingseinheit im Unterwasserlaufband

Unterwasserlaufband Einstieg
auf dem Podest - und da soll ich jetzt rüber?

Das Wasser im Laufbandbecken ist auf eine angenehme Temperatur (je nach Indikation ca. 24°C - 30°C) erwärmt. Alle Hunde tragen für das Training im Unterwasserlaufband ein Brustgeschirr - dieser "Badedress" ist in verschiedenen Größen in der Praxis vorhanden und wird Ihrem Hund angepasst. Der Hund geht über eine breite, komfortable Rampe mit rutschfestem Gummibelag auf ein Podest.

Unterwasserlaufband Absenken ins Wasser
langsam geht es ins Wasser...

Auf die gleiche Höhe wird das Laufband hochgefahren und der Hund läuft einfach hinüber auf das Laufband - eventuell mit ein bißchen zusätzlicher Motivation in Form von Leckerlis oder Hundespielzeug (mitgebracht oder auch in verschiedener Form hier vorhanden).

Anschließend wird das Laufband auf die entsprechende Tiefe abgesenkt - die Eintauchtiefe des Hundes ist individuell verschieden und hängt vom Krankheitsbild ab - je tiefer das Tier im Wasser ist, desto stärker der Auftrieb, also desto weniger Gewichtsbelastung auf den Gelenken, aber desto größer auch der Wasserwiderstand, was bei manchen Erkrankungen nicht gewünscht ist.

wo bleibt mein nächstes Leckerchen?
wo bleibt mein nächstes Leckerchen?

Bei der tiefsten Eintauchtiefe (bis zum Buggelenk) wird die Belastung der Gelenke durch das Körpergewicht des Hundes um mehr als 60 % reduziert.
Das Training auf dem Laufband soll für den Hund kein Zwang sondern ein positives Erlebnis sein - und mit ein wenig Geduld und entsprechender Überzeugungsarbeit und Hilfsmitteln wie Spielzeug oder Leckerchen gelingt dies bei fast allen Hunden jeden Alters und jeder Rasse - ob wasserscheu oder nicht.

Eine Therapie-Einheit auf dem Unterwasserlaufband kann dann sehr unterschiedlich aussehen - zwischen wenigen Minuten Gangschulung mit tierärztlicher Unterstützung z.B. für Hunde mit schweren neurologischen Problemen und einem knapp halbstündigen Fitnesstraining für sportlich trainierte Hunde ist alles möglich.

Gerade die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten machen das Unterwasserlaufband zu einem geradezu unverzichtbaren Bestandteil meiner tierphysiotherapeutischen Praxis.